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title: "Spaces und Projekte"
description: "Ein Space ist eine isolierte Wissensbasis und Sicherheitsgrenze; ein Projekt ein getaggter Ordner darin, den ein Agent über einen stabilen Namen erreicht."
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# Spaces und Projekte

Notarium zieht eine klare Linie zwischen zwei Organisationseinheiten: dem **Space** — einer isolierten Wissensbasis und einer Sicherheitsgrenze — und dem **Projekt** — einem getaggten Ordner innerhalb eines Space. Das sind zwei verschiedene Dinge mit verschiedenen Aufgaben: ein Space isoliert, ein Projekt organisiert.

## Der Space — die Einheit der Isolation

Ein Space ist eine in sich geschlossene Wissensbasis: mit eigenem Index, eigenem Graphen, eigener Suche, eigenem Baum, eigenem Verlaufsprotokoll und eigenem Kreis von Mitgliedern. Spaces überschneiden sich nicht: die Notizen, die Suche und die Verknüpfungen des einen sind aus dem anderen nicht sichtbar. Ein Space erfüllt zwei Rollen zugleich — Organisation („persönlich“ / „Arbeit“ / „Archiv“) und **Sicherheitsgrenze**: auf Space-Ebene wird entschieden, wer was sieht.

- Jeder Space wird von genau einer Engine-Instanz bedient — die Isolation ergibt sich aus der Architektur selbst.
- Die Identität eines Space ist eine stabile interne `space_id`; der **Slug** (URL-sicher: lateinische Kleinbuchstaben, Ziffern, Bindestriche und Unterstriche — `[a-z0-9_-]`) ist eine umbenennbare Adresse und ein URL-Handle, während `displayName` eine menschenlesbare Bezeichnung ist. Ein Slug lässt sich gefahrlos umbenennen: der alte Name wandert in den Alias-Verlauf und löst weiterhin auf (`/s/<alt>` leitet auf den aktuellen um).
- Adressierung: `/s/<slug>` in der Oberfläche und `/api/s/<slug>/…` in REST.

Mehr zu Rollen und Privatsphäre findest du im Abschnitt [Zugriffsmodell](/docs/concepts/access-model/).

## Der persönliche Space

Jeder Nutzer hat garantiert einen **persönlichen Space** — sein Standard-Zuhause:

- er wird beim Anlegen des Kontos erstellt und **kann nicht gelöscht werden**;
- er dient als Standard-Landingpage und beherbergt das private Gedächtnis der Agenten über dich sowie dein Profil;
- er ist ein vollwertiger Arbeitsbereich: du kannst sofort Notizen anlegen und Projekte taggen, ohne zuvor irgendetwas separat einzurichten.

> [!important] In einen persönlichen Space lässt sich kein zweites Mitglied einladen
> Das ist der einzige Unterschied zwischen einem persönlichen und einem gewöhnlichen Space. Ein weiteres Mitglied mit Lesezugriff würde dein privates Gedächtnis und deine persönlichen Notizen sehen — deshalb sind Einladungen in einen persönlichen Space serverseitig verboten und nicht bloß in der Oberfläche ausgeblendet.

## Das Projekt — ein getaggter Ordner

Ein Projekt ist eine **leichtgewichtige, optionale Entität**: ein gewöhnlicher Ordner-Teilbaum innerhalb eines Space, der als Projekt getaggt wurde. Inhalte müssen nicht in Projekten liegen — ein ungetaggter Ordner bleibt einfach ein Ordner.

Der Tag ist eine Dot-Datei `.notariummeta` im Wurzelverzeichnis des Ordners (JSON mit einer stabilen `id`). Sie reist bei jeder Verschiebung mit dem Ordner mit, auch bei einer **externen** (git, Dateimanager) — die Identität eines Projekts ist im Ordner selbst verankert, nicht allein in der Datenbank.

```md
myspace/
├─ research/
│  └─ .notariummeta      ← getaggter Ordner = Projekt
├─ inbox/                ← einfacher Ordner (kein Projekt)
└─ ...
```

- **Die Adressierung ist ein Handle `(space, slug)`**, nach dem `group/project`-Modell von GitLab. Der Slug eines Projekts ist innerhalb eines Space eindeutig; gleichnamige Projekte über verschiedene Spaces hinweg werden über das Feld `space` auseinandergehalten. Das Wurzelprojekt fällt zu bloß `<space>` zusammen (z. B. `main`, nicht `main/main`).
- **Der Slug eines Projekts** ist eine transliterierte kebab-case-Form von `displayName` oder des letzten Pfadsegments (nicht des gesamten Pfads).
- **Einen Ordner taggen, den Tag entfernen oder ein „New project“ anlegen sind menschliche Aktionen** (die Berechtigung `space:write`). Ein Agent legt keine Container an: ihm gehört der Inhalt, dem Menschen die Struktur.
- **Beim Anlegen eines Space wird dessen Wurzel automatisch als Projekt getaggt** — damit der Agent sofort in `<space>` schreiben kann, ohne manuelles Taggen.

Ein Projekt ist ein Scope und eine Adresse, aber **keine Sicherheitsgrenze**: die Zugriffsentscheidung liegt immer bei der Mitgliedschaft im Space. Wie ein Agent Projekte adressiert, steht unter [Intent-Tools](/docs/agents/intent-tools/).

> [!note] Voraussetzungen und Grenzen
> Projekte stützen sich auf die Metadaten-Datenbank und den lokalen Tag-Speicher — ohne sie lässt sich ein Projekt nicht öffnen.
