NotariumDokumentation
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Roadmap

Das hier ist eine Richtung, kein Zeitplan. Termine fehlen mit Absicht: Ein genannter Termin ist ein Versprechen, das man danach halten muss — die Reihenfolge unten dagegen spiegelt Prioritäten wider und ändert sich sehr viel seltener als ein Kalender.

Als Nächstes: ein Graph, den man wirklich lesen kann

In einer großen Wissensbasis wird der Graph der Verknüpfungen zum Wollknäuel — das ist das Nächste, was behoben wird. Herausgezoomt siehst du statt eines Punktegewimmels thematische Cluster; ein Klick führt hinein, und die Suche klappt die passende Stelle von selbst auf. Rund um die geöffnete Notiz sind deren Verknüpfungen auf einen Blick erfassbar, und es kommen Hinweise der Art „verwandt, aber noch nicht verlinkt“ hinzu.

Daneben: Der Feed der Notizen wird fertiggestellt, und die Oberfläche wird reaktionsschneller.

Danach: KI tiefer in der Wissensbasis

Heute kommt ein Agent von außen über MCP. Der nächste Schritt ist die Arbeit mit KI innerhalb der Wissensbasis:

  • ein Chat neben der geöffneten Notiz, der den Kontext deines Space kennt;
  • Assistenten, die die Wissensbasis in Form halten — Duplikate, fehlende Tags, Veraltetes, verwaiste Notizen —, zuschaltbar nach Wunsch, wobei jede Änderung sichtbar und umkehrbar ist;
  • Kontrolle darüber, was die KI genau als Kontext bekommt, und die Möglichkeit, nachzuvollziehen, warum eine Suche danebenlag;
  • deine Wissensbasis als Quelle für externe Assistenten — mit Antworten, die auf deine eigenen Notizen verlinken.

Zur selben Etappe gehören komfortables Arbeiten vom Smartphone oder Tablet aus und ein Umschalter für die Sprache der Oberfläche.

Dann: ein Team auf einem Server

Alles, was nötig wird, sobald es viele Menschen und viele Spaces gibt: ein Aktivitätsprotokoll mit Filtern und Export, eine Trennung zwischen dem Besitz des Servers und der Administration einer Organisation, Speicherkontingente, die rechtzeitig warnen, bevor es eng wird, und Benachrichtigungen nach außen, wenn sich Notizen ändern. Ebenfalls dabei: Notizen in externem Speicher ablegen und Verknüpfungen über Space-Grenzen hinweg.

Der eigene Rechner

Das Szenario „Notarium auf meinem Laptop“: Notizen, die du als lokal markierst, liegen auf dem Gerät und gleichen sich ab, sobald das Netz wieder da ist; zuletzt geöffnete und favorisierte bleiben offline lesbar. Die Suche bekommt ein kompaktes Modell, das den Prozessor nicht ins Schwitzen bringt, und der Arbeitsbereich lässt sich nach eigenem Zuschnitt einrichten: Panels ziehst du zwischen Gruppen hin und her, das Layout bleibt erhalten.

Eine eigenständige Desktop-Anwendung bleibt eine Richtung: Der Kern dafür ist bereits vom Web entkoppelt, begonnen ist die Arbeit daran aber noch nicht.

Zusammenarbeit

Diskussion rund um eine Notiz: Kommentare und Threads, verankert an einer bestimmten Textstelle, Erwähnungen von Kollegen per @, Benachrichtigungen zu dem, was dich persönlich betrifft, und ein Gespür dafür, wer gerade mit dabei ist. Die Rechte werden feiner: eine Rolle im Space plus Zugriff auf einen bestimmten Ordner.

Dass mehrere Personen dieselbe Notiz gleichzeitig bearbeiten, ist eine Richtung, die wir noch ausloten — versprochen ist nichts.

Erweiterbarkeit

Die Wissensbasis hört auf, eine geschlossene Kiste zu sein: Erweiterungen werden über einen Link installiert, sind von ihrem Autor signiert, fragen Berechtigungen in verständlicher Sprache ab und lassen sich mit einem Klick abschalten. Eine Erweiterung kann ein eigenes Panel, einen eigenen Einstellungs-Tab oder Befehl beisteuern, den Graphen nach eigener Logik einfärben und abgeleitete Inhalte erzeugen, die neben der Ausgangsnotiz liegen. Auch das Gestalten von Hand wird möglich: Ordnerfarben und eigene Gruppierungen im Graphen.

Was es nicht geben wird

Das sind keine zurückgestellten Punkte. Das sind feste Positionen.

Keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Suche, Semantik, Versionsverlauf und die Arbeit von Agenten setzen alle voraus, dass der Server deine Inhalte sieht. Privatsphäre entsteht hier dadurch, dass Server und Dateien dir gehören, und nicht dadurch, dass die Daten vor dem Server selbst verborgen werden. Wenn es tatsächlich um Zero-Knowledge geht, lautet die ehrliche Antwort: Dafür gibt es andere Produkte.

Kein Block-Editor. Die Dateneinheit ist eine Datei-Notiz, kein Block in einer fremden Datenbank. Das ist der Preis der Portabilität: Einen Ordner mit .md-Dateien kannst du mitnehmen und mit beliebigen Werkzeugen öffnen.