NotariumDokumentation
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Editor

Der Notarium-Editor bearbeitet immer die rohe Markdown-Datei — die einzige Quelle der Wahrheit. Was auch immer du tust: Auf der Festplatte landet sauberes Markdown ohne Ballast — kein erneutes Escapen, kein Neu-Normalisieren von Listen, kein Zusammenklappen des Frontmatters. Genau das unterscheidet Notarium von Rich-Editoren, die einen normalisierten Baum speichern und die Datei beim Speichern neu aufbauen — ein Hin und Zurück, das einen Teil der ursprünglichen Formatierung verliert. Unter der Haube steckt CodeMirror 6: eine Formatierungsleiste, Tastenkürzel, Mehrfachcursor und Syntaxhervorhebung.

Der Editor im Modus Source: rohes Markdown mit Syntaxhervorhebung

Der Titel ist die erste Zeile

Es gibt kein separates „Title“-Feld. Der Titel einer Notiz ist ihre führende # H1, die du direkt im Dokument als erste Zeile bearbeitest. Eine neue Notiz öffnet sich bereits auf einer # -Zeile, mit dem Cursor am Titel.

  • Fehlt die führende # H1, wird die erste nicht leere Fließtextzeile zum Titel — eine schnelle Notiz wird so nicht zu „Untitled“.
  • Beginnt das Dokument dagegen mit einem Strukturblock (Code-Fence, Liste, Zitat, Tabelle oder eine Überschrift ab H2 abwärts) und ist kein Titel gesetzt, speichert die Notiz nicht ohne Titel: So rutscht die erste Code- oder Listenzeile nicht stillschweigend in den Titel.

Schreibmodi

Über dem einheitlichen Notiz-Body liegen die Schreibmodi — eine persönliche Einstellung dafür, wie der Text aussieht, während du ihn bearbeitest. Ein Modus ändert die Bytes der Datei nicht: Es ist bloß Dekoration über einer unveränderten Zeichenkette, weshalb Modus-Wechsel und Speichern Byte für Byte identisch sind.

ModusWas er zeigt
SourceRohes Markdown, wie es ist: Monospace-Schrift, an das Theme angepasste Syntaxhervorhebung. Du bearbeitest die Auszeichnung selbst.
WYSIWYM„What you see is what you mean“: Der Text ist gestaltet (Überschriften größer, Fettes fett, Zitate und Code mit Hintergrund), doch die Markdown-Marker bleiben sichtbar, abgedunkelt — ein semantisches Gerüst.

Umschalten kannst du das unter Settings → Appearance → Editor mode (ein segmentierter Umschalter Source / WYSIWYM). Die Wahl ist persönlich und wird im Browser gespeichert; die Voreinstellung ist Source.

Vorschau ist eine eigene Achse

Die Schaltfläche Preview in der oberen Leiste zeigt in jedem Modus die endgültige HTML-Darstellung der Notiz (dieselbe wie im Lesemodus), ohne zu speichern. „Wie ich arbeite“ (Source/WYSIWYM) und „bearbeiten vs. ansehen“ (Edit/Preview) sind voneinander unabhängig.

Focus und Typewriter

Über jedem Modus liegen zwei unabhängige Helfer für längere Texte:

  • Focus dunkelt alles ab außer der aktiven Einheit unter dem Cursor. Die Granularität wählst du selbst — Sentence / Line / Paragraph. Tastenkürzel: ⌘/Ctrl+Shift+F.
  • Typewriter hält die Zeile mit dem Cursor vertikal zentriert — das Dokument scrollt darunter durch. Tastenkürzel: ⌘/Ctrl+Shift+Y.

Beide sind persönliche Schalter, die einen Reload überstehen. Aktivieren kannst du sie auf drei Wegen: per Tastenkürzel, über zwei Symbole in der Statusleiste des Editors und über Settings → Appearance (dort wählst du auch die Focus-Granularität).

Speichern und Konflikte

Speichere eine Notiz mit Ctrl/Cmd+Enter. Notarium schützt vor dem Verlust ungespeicherter Arbeit und löst einen Konflikt auf, wenn dieselbe Notiz gleichzeitig aus einem anderen Tab oder von einem KI-Agenten geändert wird.

Ein Agent liest und schreibt über MCP denselben Markdown-Body wie ein Mensch — der Schreibmodus hat damit nichts zu tun, er ist rein clientseitig. Mehr zum Zusammenspiel von Mensch und Agent findest du unter Mensch und Agenten; zum Versionsverlauf unter Versionierung.

Siehe auch: Lesen und Darstellung — Schrift und Größe, die der Editor erbt — sowie die Referenz der Tastenkürzel.